» Kultur

Autor: Dennis
25. April 2008

Was hab ich sie geliebt! Ich hatte zwar nie alle, weil mir immer das Geld gefehlt hat, getauscht und gefeilscht um die Dinger habe ich trotzdem.

Sie waren Objekte wilder Träumereien und kühler Kalkulation zugleich, kein Tag verging, an dem ich mir nicht überlegte, wie ich am Besten rankommen könnte.

Die Rede ist nicht von Zigaretten im Krieg, Frauen im Kloster oder einem Laufpartner beim Marathon - ich bin pazifistischer und atheistischer Ballsportfan - es geht um Panini- Fussballbilder!

Die kommen im Rahmen der Euro 2008 wieder ganz groß raus. Immer noch viel zu teuer, immer noch mit dem fragwürdigen Tüteindernixdrinistwasnichtschondawar-System zur maximalen Abzocke, aber dafür immer noch mit einem wunderschönen Album, in das alle Spiele der EM-Kader reinpassen werden.

Wenn sich die weibliche Belegschaft Sex and the City - Klamotten kaufen möchte, bitte schön, ich werde statt dessen jeden Morgen zum Kiosk joggen und mir ein Tütchen kaufen. Und dann in zwanzig Jahren ist meine Sammlung Milliarden wert und ich werde Ehrenmitglied der Nationalmannschaft. So sieht’s aus!

Komplettes Panini 2006 Album    [...mehr]


Autor: Dennis
10. April 2008

Auf den ersten Blick sehen sie aus wie überdimensionale Flusskiesel. Die Pressefotos zeigen junge Menschen, die sich lachend und ungeschützt auf die gefährlich hart anmutenden Steine werfen. Zum Glück ist der Aufprall angenehm weich, denn die augenscheinlichen Brocken sind eigentlich Couchkissen.

Livingstones - Design aus Frankreich © flickr / decor8

Die französische Firma smarindesign hat mit Ihnen ein Meisterstück in Sachen Innendesign abgeliefert. Ich persönlich bin überrascht, wie echt die Kissen aussehen. Kombiniert mit der richtigen Inneneinrichtung, beispielsweise einer glatten Fläche aus dunklem Holz, oder meinetwegen vor dem Panoramafoto eines Bergflusses, ist die Wirkung der Stücke die ideale Mischung aus Surrealismus und moderner Bequemlichkeit.

Perfekt für die Wohnung des 21. Jahrhunderts also. Die Kissen werden auch außerhalb von Frankreich verkauft, hier ist die Liste der einzelnen Verkäufer. (Für Deutschland unter “Etranger - Allemagne” nachsehen. ;) )

Natürlich dürften die “Livingstones” nichts für den kleinen Geldbeutel sein - wer aber auf der Suche nach etwas “anderer” Inneneinrichtung ist, und eine ausreichend große Wohnung sein eigen nennt, der sollte sich zumindest einmal informieren.

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Autor: Dennis
17. März 2008

Wer in den letzten Jahren den Reisemarkt betrachtet hat, dem dürfte eins aufgefallen sein: Neben der immer stärkeren Massenmarkt- Orientierung der großen Reiseunternehmen mit Pauschalreisen und Sonderangeboten etabliert sich eine Art des Reisens immer stärker: Der Alternativ-Urlaub.

Die Wüste Gobi © flickr / edansDiese Reiseerscheinung ist natürlich nichts Neues. Trotzdem lässt sich ein Trend erkennen: Vor allem kleinere Reisebüros und -veranstalter nutzen immer häufiger die Nische des Alternativ-Urlaubs.

Dabei steht dieser oft in Verbindung mit dem sogenannten nachhaltigen Tourismus. Das bedeutet, dass bei der Reiseplanung ausschließlich mit einheimischen Tourismusverbänden kooperiert wird.

Alternativurlaub bedeutet außerdem, dass sich nicht im Stil von Pauschal-Touristen mit Reisebus und Kamera auf zehn abzuarbeitende Ziele gestürzt wird, sondern die Touristen meist in längeren Touren mehr oder weniger behutsam in das Leben der Menschen des Landes eingegliedert werden. Dabei muss man nicht unbedingt Backpacker sein, um das alternative Urlaubserlebnis genießen zu können.

Dieses hat, einen Veranstalter mit Fingerspitzengefühl vorausgesetzt, den Vorteil, dass den Reisenden kein vorgekautes Einheits- Erlebnis geliefert wird, z.B. die hundertzehnte Hotellobby plus Strand, Cocktails und kreischenden Kleinkindern.

Vielmehr werden sie mit einer meist fremden Kultur konfrontiert, und haben mit etwas Glück eine Reise vor sich, die ihnen ein großer Veranstalter niemals würde bieten können. Natürlich ist vom Touristen bei dieser Art von Urlaub einiges gefordert: Verständnisfähigkeit, Abenteuerlust und die Bereitschaft, sich auf fremde Welten einzulassen.

Schatten im Sand © flickr / Travayegeur

Naja… Diese Dinge machen für mich den Unterschied aus zwischen einem Touristen und einem Reisewilligen. Schön, dass der Trend in diese Richtung zu gehen scheint. Ich für meinen Teil fahre lieber für anderthalbtausend Euro in die Mongolei, als mir für 200 an der Adria bei Sonnencremegestank den Rücken zu verbrennen. So bleibt eine Reise etwas Besonderes und versinkt nicht im Sumpf der Pauschalangebote.

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